Unsere Reise 

Am 25.05.2022 hat sich Jenny in Lindern ans Steuer gesetzt, David auf dem Beifahrersitz, ein letztes Mal umgeschaut, gewunken und dann losgefahren. Wohin? Auf schnellsten Wege ans Meer! Der Plan? Immer an der Küste lang. Seitdem haben wir beide unsere Erlebnisse und Erfahrungen aufgeschrieben. Wir haben den Fokus auf uns selbst gerichtet, stets mit den eigenen Bedürfnissen im Gespräch. All das findest du hier.

aktueller Stop#73   23.03.2023 Gibraltar

Ein Tagestrip nach Gibraltar darf auf einem Roadtrip entlang der europäischen Küste selbstverständlich nicht fehlen. Der weiße Felsen von Gibraltar ragt weit über dem flach auslaufenden Land an der spanischen Küste auf. Das 6,5 Quadratkilometer umfassende Gebiet um den Felsen herum ist britisches Hoheitsgebiet. Das bedeutet, dass es nicht im Schengen-Abkommen enthalten ist, wir müssen auf dem Fußweg in das Land also eine Passkontrolle durchlaufen. Nach der Kontrolle führt uns der Weg über die Landebahn eines Flughafens. Das ist einzigartig im internationalen Flugverkehr, die Lande- und Startbahn wird sogar von einer Straße gekreuzt! Nach dieser aufregenden Erfahrung führt unser Weg durch die engen Straßen. Gibraltar ist einer der am dichtesten besiedelten Gebiete auf dem europäischen Festland. Doch das nehmen wir gerne in Kauf, unser Ziel ist der Felsen. Oben auf dem Felsen wartet der Naturpark von Gibraltar auf uns. Der ist ein Spektakel für sich. Hier kommt jede*r auf seine Kosten. Es gibt beispielsweise historische Militärorte zu beobachten. Die interessieren uns weniger, wir sind wegen der Affen hier. Die einzigen wild lebenden Affen auf dem europäischen Festland sind Berber-Makaken. Wie sie hier hingekommen sind, weiß man nicht genau. Früher vermutete man, sie seinen durch den Berg gekommen. Der Berg offenbart im Inneren riesige Höhlengebiete, von denen man lange Zeit dachte sie seien bodenlos und man könnte unter der Straße von Gibraltar bis nach Afrika durchgehen. Doch Expeditionen in der St. Michaels Cave und den angrenzenden Höhlengebieten offenbarten, dass sie doch einen Boden haben und das Mysterium um die Affen bleibt ungelüftet. Eine andere - wahrscheinlichere - Theorie ist, dass die Affen in einer Zeit der Erdgeschichte kamen, als die Meerenge von Gibraltar trocken lag und das Mittelmeer und der Atlantik voneinander getrennt waren. Sie nutzen die Brücke und siedelten sich auf dem europäischen Festland an. Heute ist die Meerenge wieder von Wasser erobert und die Affenpopulation von circa 150 Individuen ist isoliert, von Wasser auf der einen und von Stadt auf der anderen Seite auf dem Felsen eingekesselt. Da brauchen die Affen menschliche Unterstützung, damit es nicht zu Revierkämpfen, Nahrungsmittelknappheit und Inzucht kommt. Sie werden beispielsweise gefüttert. Da das Geld den Affen und dem Erhalt des Naturreservates zu Gute kommt, habe ich die 16 Euro Eintritt in den Park gerne bezahlt und wir hatten ein unvergessliches Erlebnis. Das Highlight war ein mitgebrachtes alkoholfreies Bier mit Jenny auf der Spitze des Felsens zu teilen und dabei Affen beim Lausen zuzusehen.

kleiner Tipp: klicke doch mal die Fotos an, dort findest du eine Bildbeschreibung mit weiteren Infos.

Reiseblog

Mindestens einmal in der Woche erscheint unser Blog. Wir lieben es Bilder zu machen, wenn wir unterwegs sind. Uns geht es darum zu zeigen, wie wunderbar die Natur ist. Wir staunen über die großen und die kleinen Dinge dieser Welt und versuchen sie einzufangen. Wir erleben unfassbare Momente, die uns sprachlos machen. Wir sind dafür ehrlich dankbar und wollen das in unseren Texten und Bildern teilen. Das versuchen wir in Ehrfurcht vor der Schönheit und in dem Wissen, dass ein Foto oder ein Text niemals die wahre Schönheit erfassen kann. Wir verarbeiten so gemeinsam das Erlebte: Gefühle, Eindrücke und Wahrnehmungen. Wir freuen uns, wenn Menschen das lesen, was wir schreiben. Das größte Geschenk ist es für uns, wenn wir Menschen damit berühren können und wir Freude in die Welt tragen. Du findest diesen Blog auch auf Instagram oder Facebook. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und Schauen. 

"Pläne sind dafür da, um (stattdessen) Erfahrungen zu machen"

Spanien

Nach zwei Monaten in Frankreich führt uns unsere Reise immer an der Küste entlang nach Spanien. Nach 1.500 Kilometer französischer Atlantikküste von der Street of Dover, entlang des englischen Kanals bis zum Golf von Gascogne sagen wir "Au Revoir". Die Geographie Europas garantiert uns ein Rendez-vous an der französischen Mittelmeerküste. Doch erst einmal warten die Costa Verde, die portugiesische Küste, die Meerenge von Gibraltar, die Costa del Sol und die Costa Brava auf uns! 

Nach 6 Monaten in einer anderen Zeitzone erreichen wir am 14.03.2023 Huelva und sind damit wieder in Spanien. Hier setzen wir unseren Roadtrip entlang der europäischen Küste nach der viermonatigen Unterbrechung auf den kanarischen Inseln fort.

August, November 2022, März 2023

Kanaren

Eigentlich war der Plan ja immer an der europäischen Küste entlang. Aber so ein Plan kann ja auch mal ein paar Monate warten. Das Wetter auf dem Festland wurde uns zu ungemütlich und da wollten wir mal sehen, was hinter dem Horizont auf uns wartet. Und die europäische Küste läuft uns ja nicht weg. 

November 2022 - März 2023

Portugal

Pläne sind ja gar nicht so schlecht. Sie motivieren loszugehen. Ein inspirierendes Ziel weckt ungeahnte Kräfte. Es kommt auf die Balance an. Ziellos zu sein kann Kraftreserven wieder auffüllen. Für uns fühlt es sich gerade gut an Ziele zu haben. Wir werden Porto, Bucaco, Coimbra, Tomar, Lissabon und die Algarve besuchen. In der Algarve, genauer in der Nähe von Monchique werden wir auch für einen Monat für ein workaway bleiben. Wir freuen uns sehr darauf uns sind hochmotiviert.  

Septem-
ber, Oktober 2022

Frankreich

...hat uns direkt gelehrt, man braucht einen Plan vor allem, um ihn über Bord zu werfen. Ursprünglich wollte wir das Land als Durchreise auf dem Weg nach Spanien sehen. Hier und da mal an schönen Orten halten, aber nichts um sich zu verlieren. Das war weit gefehlt...

Mai
2022

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